Julia Inama

Ausbildung zur Gold- und Silberschmiedin und Juwelierin bei Sonja Martin Design in Frastanz – Lehrabschlussprüfung soeben absolviert.

Ich und mein Lehrberuf


Julia Inama hat vor Kurzem die Lehrabschlussprüfung erfolgreich absolviert. Da sie drei Kinder hat und deshalb die Berufsschule nicht besuchen konnte, musste sie sich alle Theorie im Selbststudium erarbeiten. “Das und die vielen Stunden am Arbeitsplatz und an diversen weiteren Ausbildungsstätten haben mich teilweise an meine Grenzen geführt, sodass ich eine Zeit lang sogar schwer erkrankt bin”, erzählt Julia Inama. “Im Nachhinein betrachte ich diesen Erschöpfungszustand aber sogar als Geschenk. Ich habe in dieser Zeit viel über mich gelernt. Und ich weiß heute, dass der beste Mitarbeiter einem Betrieb nichts nützt, wenn er nicht auf sich achtet und mehr gibt, als er geben kann.”

Das sagt der Lehrbetrieb:

“Anfangs war ich mir nicht sicher, ob Julia das alles schaffen kann: Sie musste ja nicht nur Beruf und Familie unter einen Hut bringen, sondern wollte zudem noch ein Handwerk erlernen, ohne die Schule zu besuchen. Die junge Frau hat mich meine Skepsis schnell vergessen lasen. Mich beeindrucken vor allem ihre Begeisterung und ihr Tatendrang. Julia scheut sich nie davor, etwas Neues auszuprobieren – im Gegenteil: Sie lernt schnell, ist sehr kreativ und geschickt. Mit ihren Ideen bereichert sie mein Atelier in jeder Hinsicht. Aufbauend auf ihren Erfahrungen als Ergotherapeutin hat sie sogar schon funktionalen Schmuck angefertigt, der Kundinnen mit „Problemhänden“ absolut begeistert. Menschen jeden Alters lassen sich gerne von ihr beraten. Ich bin sehr glücklich, dass mir eine derart leistungsfähige und loyale Mitarbeiterin quasi „zugelaufen“ ist. 
Julia hat auf jeden Fall großes Potential, sodass sie in diesem Beruf sehr erfolgreich sein wird.”
– Sonja Martin-Schmidle

Meine Vision für meine Zukunft


Ich liebte diesen Beruf von Anfang an, und das ist bis heute so geblieben. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht gerne arbeiten gehe und es gibt kaum etwas, das ich nicht gerne mache.

Ich wollte schon als Kind Goldschmiedin werden, machte dann aber Matura und lernte einen anderen Beruf. Mit 35 Jahren besuchte ich einen Emaillier-Kurs bei einer bekannten Künstlerin. In der großen Goldschmiedewerkstatt mit den typischen Werkbänken und wunderbarem Werkzeug fühlte ich mich, als wäre ich nach Hause gekommen. Als hätte ich etwas entdeckt, das immer zu mir gehört hat. Die Kursleiterin weihte mich auch in die Grundlagen des Lötens ein. Anstatt des Emaillierofens erstand ich also eine Vorrichtung zum Löten, las den Brepohl und schaute mich bald nach einer Lehrstelle um.

Mein derzeitiger Aufgabenbereich:

Anfertigungen in Gold und Silber, Reparaturen, Umarbeitungen sowie diverse Arbeiten in Edelstahl. In unserem Betrieb kann ich auch eigene kreative Ideen umsetzen.

Meine Zukunftspläne:

Ich bin unglaublich dankbar, dass ich diesen wunderschönen Traumberuf lernen durfte und dankbar allen Menschen, die mich bis hierher unterstützt haben. Ich habe einen tollen Arbeitsplatz und werde mich dort weiterentwickeln. Ich möchte noch viel lernen und noch viel besser werden. Falls ich mich eines Tages bereit dafür fühle, wage ich mich vielleicht noch an die Herausforderung „Meisterprüfung“ heran.